Rezension: Die Banner von Haven – Carrie Vaughn

In der Dystopie „Die Banner von Haven“ von Carrie Vaughn, werden wir Zeugen von apokalyptischen Stürmen. Zukunftsvisionen? Das Buch konnte mich gut unterhalten, dennoch fehlte mir im Endeffekt das Besondere.

Nach vielen zerstörerischen apokalyptischen Stürmen, gibt es die Welt, wie wir sie einst kannten, nicht mehr. Es ist eine neue Zivilisation entstanden, wobei Menschen in kleinen Gemeinschaften leben und sich mit einem symbolischen Banner, das Privileg für Nachwuchs verdienen können. Enid ist eine junge Ermittlerin, die Zuwiderhandlungen gegen die bestehenden Regeln aufdeckt. Sie wird zu einem ungeklärten Todesfall gerufen und soll ermitteln, was wirklich geschehen ist. Doch schon bald muss sie sich selbst fragen, für was sie in dieser neuen Welt stehen will.

Der Einstieg in das Buch gestaltete sich für mich etwas holprig. Zunächst lernen wir den Haushalt von Enid kennen, mit den dazugehörigen Mitbewohnern. Die aufgeführten Namen und eingewobene Szenen aus Enids Kindheit, musste ich erst verinnerlichen, um der Handlung tatsächlich folgen zu können. Enids Wunsch, Ermittlerin zu werden wird im weiteren Verlauf zunehmend greifbarer. Ermittler sorgen in dieser Welt für die strikte Einhaltung der Gesetze, was bei vielen Bewohnern Angst und Skepsis auslöst.

Als Enid mit ihrem Mitbewohner Thomas zu einem ungeklärten Todesfall gerufen wird, holt sie ihre Vergangenheit wieder ein. Hierbei handelt es sich um ihre erste Ermittlung, bei der sie äußerst professionell und systematisch vorgeht.

Die Autorin schildert den Inhalt anhand von zwei Handlungssträngen. Zum einen verfolgen wir die Ermittlungen bezüglich des Todesfalles und zum anderen erfahren wir von den Ereignissen aus der Vergangenheit. Diese beiden Erzählstränge spiegeln schlussendlich ein stimmiges Gesamtbild von Enids Persönlichkeit wieder.

Der Spannungsbogen baut sich langsam und kontinuierlich auf. Die Handlung vereinnahmte mich zunehmend. Weder die Ermittlungen, noch das Eintauchen in die Vergangenheit ließen mich unberührt und zogen mich immer mehr in den Bann, sodass es mir schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Carrie Vaughn gelingt es immer besser, Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Unglaublich verheerende Stürme, die Straße entlang der Küste, die Bewohner einzelner Haushalte, sowie die Banner, hatte ich direkt vor Augen und konnte mich gut in diesem dystopischen Setting einfinden. Die aufgeführten und einzuhaltenden Gesetze dieser Welt, empfand ich sehr spannend und dennoch fragwürdig. Der Wunsch Nachwuchs zu zeugen, muss sich mit einem Banner erarbeitet werden. Hierbei werden die natürlichen Instinkte der Menschen außer acht gelassen, was in meinen Augen natürlich mit Regelverstößen einhergeht.

Bezüglich des dystopischen Settings, hätte ich mir noch mehr spannende Ausführungen in der Handlung gewünscht, um diese noch außergewöhnlicher und interessanter zu gestalten.

Fazit

 “Die Banner von Haven“ von Carrie Vaughn bietet unterhaltsame kriminalistische Elemente, verwoben mit in einem dystopischen Setting. Das Buch konnte mich sehr gut unterhalten und bietet spannende Lesestunden. Dennoch fehlte mir insgesamt das gewisse Etwas, welches dieses Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis hervorhebt.


Carrie Vaughn | Die Banner von Haven| Arctis Verlag | erschienen am: 09.02.2018 | 304 Seiten | TB: 18,00€ | eBook: 13,99€ | Amazon* |


 

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Bewertung:

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Ich bedanke mich herzlich bei der Netzwerkagentur Bookmark, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 

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