Rezension: Jenseits des Meeres von Jon Walter

Ein Land im Bürgerkrieg. Eine Hafenstadt in Flammen. Nur ein einziges Schiff nimmt noch Flüchtlinge auf. Doch der Preis für die Überfahrt ist für die meisten viel zu hoch. Wie sollen Malik und sein Opa an Bord kommen? Und wird Maliks Mutter es rechtzeitig zu ihnen schaffen? Malik muss all seinen Mut zusammennehmen, damit ihm die Flucht gelingt. Sein Erfindungsreichtum, eine streunende Katze und Opas besonderer Zaubertrick sorgen dafür, dass er dabei nie die Hoffnung verliert. Ein erstaunliches und zutiefst menschliches Debüt über Krieg und Hoffnung, Flucht und Heimat – erzählt durch die Augen eines Jungen. (Quelle)

Die Vorstellung sein Zuhause, Mutter, Freunde durch einen Krieg zu verlieren ist für mich unerträglich. Bei dieser Thematik setzt das Buch „Jenseits des Meeres“ von Jon Walter an. Malik und sein Großvater flüchten vor einem Krieg in ihrer Heimat. Der einzige Rettungsanker für die beiden, sowie für viele andere Flüchtlinge, stellt das Schiff Samariter dar. Jedoch ist ein Ticket schwer erhältlich und der Preis dafür ist für viele unerschwinglich. Dennoch gelingt es dem Großvater, seinen Enkel als Waisenkind auf dem Schiff unterzubringen. Malik kann es kaum begreifen was ihm geschieht und ist sehr unglücklich und besorgt. Doch in dieser schwierigen Situation verliert er nie den Mut und die Hoffnung, diese belastende Zeit zu überstehen.

Der Einstieg in das Buch fiel mir recht leicht, was an dem einfachen Schreibstil liegen mag. Die Geschichte wird aus Maliks Sicht geschildert und konnte mich zunächst nicht wirklich greifen. Ich musste mir hin und wieder vor Augen führen, in welcher Situation Malik und sein Großvater sich befinden, um auch wirklich mitfühlen zu können. Als Flüchtling aus dem eigenen Land fliehen zu müssen, um dem Tod zu entkommen, ergriff mich emotional erst ab der Hälfte des Buches. Anfangs verstecken sich Malik und sein Großvater noch in einem Haus, doch dann gelingt es dem Großvater, Malik als Waisenkind auf das Schiff einzuschleusen. Ab hier muss sich der Junge allein behaupten und durchsetzen, was ihm durch seine Katze recht gut gelingt.

Malik war mir von Anfang an sehr sympathisch. Er ist sehr liebenswert und hinterfragt sehr viel. Erst durch ihn erhalten wir einen Blickwinkel auf die Umstände und Erfahrungen als Flüchtling.

Leider ist diese ernste Thematik immer noch aktuell. Doch dem Autor Jon Walter ist es gelungen, dieses Thema mit Hoffnung und ergreifenden Momenten zu verknüpfen, ohne jedoch bedrückend auf den Leser zu wirken. Trotz vieler trauriger und bewegender Einflüsse, habe auch ich nie die Hoffnung verloren.

Fazit

Bei dem Buch „Jenseits des Meeres“ von Jon Walter, verfolgen wir die Fluchtproblematik aus Sicht eines zehnjährigen Jungen, der trotz Verlust, Sorgen und Ängsten, nie die Hoffnung auf ein besseres Leben aufgibt. Der Inhalt konnte mich emotional nicht ganz mitreißen, ist aber dennoch lesenswert. 


Jon Walter| Jenseits des Meeres| Königskinder Verlag | erschienen am: 02.10.2015 | 320 Seiten | Gebundene Ausgabe: 17,99€ | eBook: 12,99€ | Amazon* |


 

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Bewertung:

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