Rezension: Eine Geschichte der Zitrone von Jo Cotterill

Die Thematik Lesen und Freundschaft, in Verbindung mit einer Zitrone, machte mich bereits im Vorfeld sehr neugierig. Der Titel „Eine Geschichte der Zitrone“ klingt etwas eigenwillig, aber auch dieses Buch musste ich lesen und wurde nicht enttäuscht.

Wie gern hätte Calypso eine richtige Freundin! Vielleicht wird es ja Mae, die Neue in der Klasse? Die ist genauso ein Bücherwurm wie sie. Auch wenn für Mae ein Buch nur gut ist, wenn sie am Ende richtig heulen muss. Aber Calypsos Dad findet, man soll sich nicht auf andere einlassen. Er hat ohnehin keine Zeit für so was – er schreibt sein Meisterwerk über die Geschichte der Zitrone. Und scheint darüber oft zu vergessen, dass er eine Tochter hat. Je mehr Zeit Calypso bei Mae und ihrer herzlichen Familie verbringt, desto klarer wird ihr, wie seltsam, staubig und leer ihr eigenes Zuhause ist. Damit sich das endlich ändert, müssen alle zusammen helfen. ( Quelle )

Die 11- jährige Calypso lebt mit ihrem Vater zusammen, denn ihre Mutter verstarb an Krebs. Sie fühlt sich ziemlich einsam, denn ihr Vater arbeitet unermüdlich an seinem Buch. Auch Calypso träumt davon, Schriftstellerin zu werden. In der Schule begegnet sie Mae. Je mehr die beiden Mädchen kennenlernen, desto intensiver wächst ihre Freundschaft. Doch bald bemerkt Calypso, dass in ihrem Zuhause etwas ganz und gar nicht stimmt.

Die Geschichte wird aus Sicht von Calypso geschildert. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen, denn uns verbindet eine wundervolle Gemeinsamkeit, die Liebe zu Büchern und dem lesen. Zunächst erleben wir Calypso in ihrer Welt, die sich recht einsam und zurückgezogen, gestaltet. Sie hat keine Freunde und verbringt ihre Zeit lieber mit lesen und dem Schreiben von Geschichten. Als sie jedoch Mae kennenlernt, entsteht eine wundervolle Freundschaft, die ein jeder von uns haben sollte. Die Mädchen leben ihre Fantasien aus und halten auch in schwierigen Situationen zueinander. Mae gelingt es wunderbar, Calypso aus ihrer Einsamkeit zu befreien.

Sehr erschreckend und aufrüttelnd, empfand ich die Handlungsweisen von Calypsos Vater. Er lebt komplett in seiner eigenen Welt, ohne sich auch auf seine Tochter einlassen, zu können. In manchen Situationen hätte ich ihn am liebsten geschüttelt, um ihm die Augen zu öffnen. Denn wie ist es möglich, dass ein Kind sich um ein Elternteil kümmert, wo es doch eigentlich umgekehrt sein sollte. Dieser erschütternde Aspekt machte mich wütend und traurig. Im weiteren Verlauf der Handlung wird diese Thematik zu meiner Zufriedenheit aufgeklärt und hinterließ mich nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle glücklich zurück.

Diese Geschichte beinhaltet Themen wie Freundschaft, Liebe, Trauer und erzeugte eine besondere Atmosphäre, der ich mich kaum entziehen konnte. Jo Cotterill regt mit diesem Buch zum nachdenken an und weckt dabei ungeahnte Gefühle.

Fazit

„Eine Geschichte der Zitrone “ von Jo Cotterill, ist ein äußerst tiefgründiges Buch, was man auf den ersten Blick nicht erwartet. Es greift zielgerichtet Themen auf, die heutzutage immer öfter in den Focus geraten und immer wieder aktuell erscheinen.    Trauer, Freundschaft und Familie, überraschen auf wundervolle Weise und gehen unter die Haut. 


Jo Cotterill | Eine Geschichte der Zitrone| Königskinder Verlag | erschienen am: 29.09.2016 | 256 Seiten | Gebundene Ausgabe: 16,99€ | eBook: 11,99€ | Amazon* |


 

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Bewertung:

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