Rezension: Das verlorene Königreich (Die Magie der Königreiche 1) von Valeria Bell

Nachdem ich das wunderschöne Cover sah, wusste ich, dieses Buch muss ich lesen. Doch zusammengefasst gesagt, wurde durch den Prolog zuviel vorweggenommen und die Charaktere blieben recht blass.

**Wenn du vergisst, dass du einst eine Königin warst…**
Skyler ist als frühe Vollwaise die jüngste Herrscherin des mächtigen Königreichs Andonia. Doch von ihrem Land ist nur noch ein Schatten übrig. Dunkle Dämonen haben das Gebiet übernommen und die junge Königin selbst soll in naher Zukunft genau den Magier heiraten, der das Unheil über ihr Land gebracht hat. Um ihr Volk vor der grausamen Zukunft zu bewahren, flieht Skyler über die Dächer ihres Schlosses in die Freiheit, nur um durch einen unbedachten Schritt in die Tiefe zu stürzen. Als sie wieder zu sich kommt, ist ihr Gedächtnis ausgelöscht, aber ihr Schicksal lässt nicht lange auf sich warten. Bald darauf wird auch ihre Ziehschwester von den Dämonen eingeholt und Skylers Instinkt befiehlt ihr zu handeln. Doch dabei kann ihr nur einer helfen: der geheimnisvolle und viel zu attraktive Waldläufer William…(Quelle)

Der Einstieg in das Buch fiel mir durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin Valeria Bell, recht leicht.

Wir begleiten Skylar, die von düsteren Träumen geplagt wird, jedoch kann sie sich den Inhalt und die Bedeutung derer nicht erklären, da sie ihr Gedächtnis verloren hat. Sie wird liebevoll von einer Bauernfamilie aufgenommen und vergöttert ihre kleine Stiefschwester Leandra. Als diese eines Nachts entführt wird, vermutet Sky eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit. Als kurze Zeit später, der fremde gutaussehende William auftaucht und ihr Glauben machen will, sie sei die Königin von Andonia, folgt sie ihm. Skylar scheint die einzige zu sein, die das Land vor dem Untergang bewahren kann. Auf ihrem Weg, werden die beiden von düsteren Dämonen angegriffen. Doch wird sich Sky ihrem Schicksal fügen und Leandra retten können?

Die Handlung konnte mich in ihren Anfängen noch gut fesseln. Als Sky auf ihrem Weg jedoch im Schloss eines Königs eintrifft, zog sich die Handlung für meinen Geschmack zu sehr in die Länge. Erwähnte Rituale, Gebräuche, sowie das Ausschmücken des Outfits, wirkten sehr zäh und milderten schließlich mein Lesevergnügen. Insgesamt gab es reichlich gute Ansätze und Ideen, die in ihrer Umsetzung nicht komplett ausgeschöpft wurden. Auch einige Entwicklungen, konnte ich durch fehlende Informationen in ihrem Verlauf, nicht wirklich greifen. So zum Beispiel entging mir völlig, ab wann und vor allem wo, sich Sky und William zueinander hingezogen fühlten.

Die märchenhafte Atmosphäre gefiel mir jedoch recht gut, obwohl diese anhand kaum stattfindender Dialoge, recht kühl wirkt, fühlte ich mich dennoch sehr wohl.

Die Charaktere blieben aufgrund dessen, ebenfalls recht farblos. Skylar hat es mir in diesem Buch wahrlich nicht leicht gemacht. Mir gelang es selten, einen Zugang zu ihr zu finden und es fiel mir unglaublich schwer, mit ihr warm zu werden und mich auf sie einlassen zu können. Sie erscheint durch ihr gutgläubiges Verhalten sehr viel jünger und unreifer, was daran liegen mag, dass sie meines Erachtens zu schnell handelt, ohne jedoch die jeweilige Situation zu hinterfragen. Einige kleine Lichtblicke in Bezug auf die Darstellung der emotionalen Aspekte, stellte die Zuneigung und Liebe zu ihrer Stiefschwester Leandra, dar. In diesen aufgeführten Passagen, konnte ich mich in Sky einfühlen und ihre Gefühlswelt nachvollziehen.

William hingegen, überzeugte mich durch seine Tapferkeit und seinen Mut. Er übernimmt eine schützende Rolle ein und stellt sich den Gefahren. Obwohl ich ihn anfangs nicht gleich einordnen konnte, hat er sich letztendlich einen Platz in meinem Herzen sichern können.

Erst im letzten Drittel des Buches nahm die Geschichte nochmal Fahrt auf . Überraschende Ereignisse und unvorhersehbare Wendungen, ließen hierbei den Spannungsbogen in die Höhe schnellen, was sich positiv auf meine Meinung auswirkte. Das Ende ist relativ offen gestaltet und hinterlässt den Leser mit offenen Fragen. Da es sich bei diesem Buch um einen Auftakt einer Reihe handelt, bin ich nun sehr gespannt, wie es mit dem Königreich Andonia, Skylar und William weiter geht.

Fazit

Die Autorin Valeria Bell hat mit ihrem Debüt „Das verlorene Königreich”, eine solide, märchenhafte Geschichte erschaffen, welche mich nicht komplett überzeugen konnte. Trotz der aufgeführten Kritikpunkte, bin ich gern bereit weitere Bände zu lesen, um die Entwicklung der Charaktere nachvollziehen zu können.


Valeria Bell| Das verlorene Königreich | Verlag: impress| erschienen am: 07.12.2017 | 244 Seiten | eBook: 3,99€ | Amazon*


 

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Bewertung:

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