Rezension: Feuerschwester von Emiko Jean

Der Jugendthriller „Feuerschwester“ von Emiko Jean, konnte mich durch seine düstere und beklemmende Atmosphäre, unglaublich vereinnahmen und beeindrucken. Es zeichnet sich durch verwirrende und spannende Elemente aus, die den Leser komplett in den Bann ziehen.

Meine Schwester und ich sind unzertrennlich.
Meine Schwester liebt das Feuer.
Meine Schwester hat etwas Furchtbares getan.

Verwitterte Mauern, Nebel, Stacheldraht – das sieht Alice, wenn sie aus dem Fenster blickt. In der psychiatrischen Anstalt auf Savage Isle soll sie das schreckliche Feuer verarbeiten, in dem ihr Freund Jason ums Leben kam. Alice hat nur vage Erinnerungen an jenen Abend, doch sie ahnt, dass Cellie etwas damit zu tun hatte. Cellie, ihre gestörte Zwillingsschwester, die schon als Kind das Spiel mit dem Feuer liebte. Die krankhaft eifersüchtig war auf die Liebe zwischen Alice und Jason. Und die ebenfalls in die Klinik auf Savage Isle eingeliefert worden ist … (Quelle)

Nach einem schrecklichen Brand, findet sich Alice hinter den Mauern einer psychiatrischen Anstalt auf Savage Isle, wieder. Hier soll sie das furchtbare Feuer verarbeiten, bei dem ihr Freund Jason ums Leben kam. Doch dieser Ort bietet nur graue Mauern, Nebel und Regen.

„Die Klinik befindet sich auf einer schmalen, dicht bewaldeten Insel und wirbt für sich selbst als Oase des Friedens, wo kranke Seelen heilen können. Dabei hat dieser Ort überhaupt nichts Friedliches. Sogar der Name der Insel, Savage Isle, hat einen blutigen Ursprung.“ (S.13)

Alice hat so gut wie keine Erinnerungen an diesen schaurigen Abend, an dem ihre große Liebe Jason, durch ein grausames Feuer sein Leben verlor. Doch in einem Punkt ist sich Alice sicher, dass ihre Zwillingsschwester Cellie etwas damit zu tun hatte. Denn Cellie, ihre verstörte Zwillingsschwester, hat schon als Kind das Spiel mit dem Feuer geliebt. Auch die krankhafte Eifersucht, auf die Liebe zwischen Alice und Jason, scheint eine große Rolle zu spielen.

Der Prolog wird aus der Sicht von Celia geschildert und beginnt doch recht unheilvoll und zog mich an wie ein Magnet. Im nachfolgenden Hauptteil der Geschichte ist es Alice, die durchgehend aus der Ich -Perspektive berichtet. Konfrontiert mit den düsteren und eintönigen Abläufen des Klinikalltags, erleben wir Gespräche mit Therapeuten, Gruppensitzungen und werden  Zeugen der Empfindungen der Protagonistin.

 „Denn zwischen mir und Cellie war es nicht immer so wie jetzt. Es gab eine Zeit, da war sie meine Freundin. Meine beste Freundin.” (Zitat S.36)

Empfundene Gefühlsregungen, wie Hass, Wut, Trauer und Rache, bestimmen nicht nur die Gedanken von Alice, sondern vermitteln dem Leser eine unheilvolle Atmosphäre, der man sich kaum entziehen kann. Über weite Teile des Buches entstehen Fragen im Kopf, die beantwortet werden wollen.

„ Ich werde dich finden. Und wenn ich dich gefunden habe, bringe ich dich um.“ (S. 15)

Was ist passiert, dass sich das Verhältnis der Schwestern derart verändert hat? Und wie konnte es zu dieser Tat, dem Feuer kommen? Gelingt es Alice sich an ihrer Schwester zu rächen?

Tiefere Einblicke in die Vergangenheit der Mädchen, bieten Alice´s Tagebucheinträge am Ende eines jeden Kapitels, denen ich stets entgegenfieberte. Die Beschreibungen der eindringlichen Kindheit, sowie das Verhältnis der Schwestern zueinander, war für mich sehr erschütternd und stimmte mich zutiefst traurig. Hierbei erahnt man als Leser bereits, worauf die Geschichte hinauslaufen könnte, doch wirklich greifbar sind die eigenen Vermutungen nicht.

Die aufgeworfenen Fragen, werden durch unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse, Stück für Stück beantwortet und bilden schlussendlich ein schockierendes, ganzheitliches Bild. Dieses überraschende Ende, stellt für mich einen ganz besonderen Ausklang dieser beeindruckenden Geschichte dar, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Fazit:

Emiko Jean hat mit „Feuerschwester“ ein facettenreiches, düsteres und beeindruckendes Werk geschaffen, was mich von der Autorin gänzlich überzeugt. Ich bin wahrlich mehr als beeindruckt, wie es ihr gelungen ist, eine solch spannende, schaurige und düstere Handlung, mit seinen tiefgreifenden  Charakteren aufs Papier zu bringen. Bitte mehr davon!


Emiko Jean| Feuerschwester| Verlag: Ravensburger Buchverlag| erschienen am: 24.01.2017 | 320 Seiten | Gebundene Ausgabe: 15,00€ / eBook: 11,99€ | Amazon*


 

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Bewertung:

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Anmerkung: * Hinter dem verwendeten Verlinkungen stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.

Ich bedanke mich recht herzlich bei dem Verlag und der Netzwerkagentur Bookmark, für das Rezensionsexemplar!

 

 

5 Kommentare zu „Rezension: Feuerschwester von Emiko Jean

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