Rezension: Die rogodanischen Schriften – Dämmerung des Widerstandes (Band 1 ) von Tim J. Radde

In der Hauptstadt Jerobina liegt ein junger Mann bewusstlos auf der Straße. Gerettet von einem magisch Begabten versucht er, seinen Lehrmeister aus den Fängen der königlichen Stadtwache zu retten. Durch ihre Befreiungsaktion rücken sie in den Fokus des Herrschers und einer geheimen Macht. Der Krieger Endrael wird so durch die Vergangenheit seiner ihm unbekannten Eltern und die Verbundenheit zu seinem Ausbilder in einen aufkommenden Krieg zwischen den loyalen Schergen des Königs und einem wachsenden Widerstand verwickelt. Die Freunde entdecken einen drohenden Schlagabtausch, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint … Endrael muss sich bewusst werden, ob er sich dem Kampf nach Gerechtigkeit widmen will oder den Pfad der Rache einschlägt.

Der Autor Tim J. Radde entführt uns mit „Die rogodanischen Schriften – Dämmerung des Widerstandes“, in eine düstere brutale und mittelalterliche Welt, in der sich dunkle Schatten ausbreiten, die es zu bekämpfen gilt.

Der Einstieg gestaltete sich für mich etwas schwierig, da ich die vielen aufgeführten Namen und Ereignisse verinnerlichen musste, um der Geschichte folgen zu können. Das Ausmaß der aufgezeigten Welt ist zunächst kaum greifbar und war für mich leicht verwirrend. Doch je weiter man in die Geschichte vordringt, desto packender und fesselnder wirkt sie auf den Leser.

Dabei gefiel mir das mittelalterliche Setting, mit seiner düsteren Atmosphäre besonders gut. Dem Autor gelingt es hierbei wunderbar, düstere Szenarien darzustellen, die bei dem Leser Bilder im Kopf entstehen lassen und nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

Alle Charaktere sind etwas Besonderes, sie sind authentisch gezeichnet und besitzen individuelle Eigenschaften, durch die sich der Leser ein umfangreiches Bild machen kann. Mir gelang es ausgezeichnet, mich in die Figuren hineinzuversetzen und durchlebte mit ihnen zahlreiche Emotionen. Verzweiflung, Angst, Wut, Trauer, Hoffnung, Liebe und Stärke sind nur einige der empfundenen Gefühle, die mich während des Lesens überkamen. Obwohl mir so manches Mal nicht sofort bewusst war, wer friedlich oder feindlich gesinnt ist, wurde hier ein wundervolles Gleichgewicht zwischen emotionalen Momenten und Grausamkeiten sowie Brutalität, geschaffen.

Ich kann nicht behaupten, dass mir ein spezieller Charakter, besonders nah am Herzen liegt. Ein jeder hat in diesem Buch seine Bürde zu tragen und entwickelt sich durch einschneidende Erlebnisse, individuell weiter. Alle beweisen Mut und Stärke, so dass mich deren weitere Entwicklung, in der nächsten Episode sehr neugierig zurücklässt.

Zusammengeführte Erkenntnisse hinterlassen ein doch relativ offenes Ende, welches vermuten lässt, dass hier noch etwas Größeres und Intensiveres lauert. Trotz kleinerer Schwächen und vorhandener Längen, möchte ich weitere Abenteuer mit Endrael und seinen Gefährten bestreiten.

Fazit:

Tim J. Radde hat mit „Die rogodanischen Schriften (Band 1)“ ein facettenreiches und beeindruckendes Werk geschaffen. Ich bin sehr beeindruckt, wie es ihm gelungen ist, eine solch komplexe Handlung, mit seinen unzähligen Charakteren aufs Papier zu zaubern. Ich kann es trotz kleinerer Schwächen nun kaum mehr erwarten, den zweiten Band zu lesen.


|Tim J. Radde |Die rogodanischen Schriften (Band 1 ) |epubli |408 Seiten | TB: 12,99€|eBook: 2,99€ |ISBN-13: 978-3745044324|Amazon* |


 

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Bewertung:

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Ich bedanke mich recht Herzlich bei dem Autor, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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