Kurzrezension: Die Reservefrau von Karoline Gellauer

Egal, ob 17 oder 70, was das Herz begehrt, wird der Verstand wohl nie begreifen. Mit 17 verliebt sich Bärbel in Ihren Biologielehrer Bernd. Sie beginnen eine Affäre. Die dauert ein Schuljahr und endet schmerzhaft für Bärbel. Nach 40 langen Jahren begegnen sie sich erneut beim Klassentreffen. Bald sind die alten Gefühle wieder da; genauso verwirrend, so intensiv, so gefährlich. Allerdings sind ihre Motive unterschiedlich. Als Bärbel das erkennen muss, eskaliert die Situation…

Die 17 – jährige Bärbel verliebt sich unverhofft in ihren 24 – jährigen Biologielehrer Bernd. Die verbotene junge Liebe endet eines Tages abrupt, in Form einer riesigen Enttäuschung. Bärbel findet dennoch den Mann fürs Leben, kann Bernd im Lauf der Jahre aber nicht vergessen. Nach Jahrzehnten sehen sich die beiden bei einem Klassentreffen wieder. Es kommt zu einer emotionalen Berg,- und Talfahrt, denn die Erwartungen des einstigen Pärchens, klaffen weit auseinander. Bärbel ist emotional zu involviert, um sich aus der Situation ziehen zu können. Es kommt zu einem Rachefeldzug, der unerwartet endet…

Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut, was vor allem an dem flüssigen Schreibstil der Autorin liegen mag. Es gelingt der Autorin Karoline Gellauer ausgezeichnet, den Leser durch realistische, authentische, dramatische Ereignisse, an die Geschichte zu fesseln, ihn eintauchen, mitfühlen und nachdenken zu lassen.

Die Lebensgeschichte von Bärbel, beginnend mit dem Kennenlernen der großen Liebe, dem Bruch, ihren Erinnerungen, bis hin zum Wiedertreffen, sowie dem Aufleben alter Gefühle, lassen beim Leser Erinnerungen an die eigene Jugendliebe aufleben. Ganz automatisch, entsinnt man sich gedanklich, seiner eigenen Geschichte und vergleicht diese, mit der von Bärbel. Ihre innerliche Zerrissenheit, das Gefühlschaos, wurde wundervoll herausgearbeitet und wirkt äußerst authentisch. Besonders gut gefiel mir der aufgeführte Chatverlauf zwischen Bärbel und Bernd, welcher lebensnah dargestellt wurde. Wir werden somit Zeugen eines möglichen Ehebruchs, was durchaus schockiert. Die gewählte Dramatik dieser Geschichte lässt den Spannungsbogen nicht abreißen, so dass ich dieses Buch innerhalb kürzester Zeit, verschlungen habe.

Fazit

Diese kurzweilige Geschichte regt zum Nachdenken an, rüttelt auf und ist durchaus unterhaltsam.

 


| Karoline Gellauer | Die Reservefrau |Independently published| 91 Seiten | TB: 4,99€ / eBook: 2,99€ | Amazon* |


 

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Bewertung:

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Ich bedanke mich recht Herzlich bei der Autorin, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Anmerkung: * Hinter dem verwendeten Verlinkungen stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.

3 Kommentare zu „Kurzrezension: Die Reservefrau von Karoline Gellauer

  1. Danke für die Empfehlung und die Rezension. Werde mir gleich das Buch besorgen und an meine Mutter verschenken, denn es ist spannend, dass Liebe und deren Probleme vor keinem Alter halt machen und wie weit einen Gefühle bringen.

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  2. Super, wie das das eingestellt Foto mit der Superwomenfigur die Frau als Kämpferin darstellt, denn nichts Anderes passiert hier in dem Buch – Der Kampf um Liebe und Akzeptanz. Doch leider gehen Enttäuschung und Täuschung einher. Danke für die Rezension.

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