Rezension: „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ von Danielle Paige

Als ich dieses wunderschöne Cover von „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ von Danielle Paige sah, wusste ich, das Buch möchte ich unbedingt lesen. Aber auch die verschiedensten Lesermeinungen trieben mich dazu, mir eine eigene Meinung zu bilden. Doch die Geschichte lässt mich zwiegespalten zurück.

„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“ Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …

Seit sie als Kind versuchte durch einen Spiegel zu gehen und schwere Verletzungen davontrug, ließ ihre Mutter, Snow in die psychiatrische Klinik Whittaker einweisen. Hier durchlebte sie bislang ein trostloses Leben, in dem Medikamentencocktails ihren Alltag bestimmen. Einzig allein ihr Freund Bale, macht das Leben in der Heilanstalt, lebenswert. Doch Bale wird eines Tages vor Snows Augen, durch einen Spiegel entführt und in das unbekannte Land hinter den Spiegeln, verschleppt. Schließlich gelingt es Snow, einen Weg zu finden um Bale dorthin zu folgen. In Algid, erwartet Snow sogleich das nächste Desaster. Sie verkörpert die lang ersehnte Prinzessin, welche laut einer Prophezeiung, das Land vor dem Untergang bewahren soll. Durch diese Bestimmung gerät Snows Identität zunehmend ins wanken und ihr wird bewusst, das ihr bisheriges Leben, einzig allein auf Lügen basiert. Snow möchte wahrlich keine Prinzessin mit magischen Fähigkeiten sein, sie verfolgt nur ein Ziel: Ihre Liebe Bale retten und nach New York zurückkehren.

Die Autorin Danielle Paige entführt den Leser mit „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“, zunächst in die psychiatrische Anstalt Whittaker, in der wir Snow und ihr trostloses Leben kennenlernen. Ich war von Beginn an, gleichzeitig fasziniert und schockiert. Denn der Autorin gelingt es hierbei ausgezeichnet, den Leser durch realistisch und authentisch dargestellte Ereignisse und Wendungen, an die Geschichte zu fesseln, ihn eintauchen und mitfühlen zu lassen.

Diesbezüglich muss ich gestehen, dass ich sofort in das Buch einstieg, ohne im Vorfeld den Klappentext gelesen zu haben. Umso faszinierender wirkte der Beginn des Buches auf mich. Ich erwartete einen märchenhaften Einstieg und wurde mit dem Lebensalltag einer psychiatrisch kranken Protagonistin konfrontiert, der mich wahrlich fesselte. Danielle Paige besticht hierbei durch ihren einfachen und flüssigen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Doch mit Snows Ankunft in Algid, einer winterlichen Welt voller Magie, wurde auch der Schreibstil kühler.

Es wurden von nun an, wundervoll märchenhafte Fantasy – Elemente eingewoben, doch die Vielzahl derer, sowie die umständlichen Beschreibungen, ließen meinen Lesefluss zunehmend in Stocken geraten.

Dennoch gefiel mir die Idee der Flusshexe, sowie des skrupellosen Vollstreckers und dem bösartigen König Lazar, mit seinen gefährlichen Schneebestien, recht gut. Leider blieb die Ausgestaltung und Umsetzung der Charaktere, in meinen Augen, sehr farblos und blass. Auch in Bezug auf Snow, fehlten mir zunehmend emotionale Momente, bei denen ich gern mitgefiebert hätte.

Sehr unglaubwürdig entfalteten sich ihre Bindungen beziehungsweise Snows Interesse an anderen Männern. Sie sucht in Algid, verzweifelt nach ihrer großen Liebe Bale und interessiert sich im gleichen Atemzug für andere männliche Personen. Dieser Aspekt wirkte nicht stimmig und enttäuschte mich, so dass Snow einige ihrer Sympathiepunkte bei mir einbüßte. Einen weiteren Schwachpunkt stellten für mich einige sprunghafte beziehungsweise fehlende Gedankengänge dar, die an manchen Stellen, die Geschichte ins Stocken geraten ließen.

Das Ende hingegen, nimmt nochmal ordentlich an Fahrt auf und konfrontiert den Leser, mit einem spannenden Cliffhanger. Ich bin mir aufgrund meiner Kritikpunkte dennoch nicht sicher, ob ich den zweiten Band lesen werde.

Fazit

Die Autorin Danielle Paige entführt mit „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“, in ein eine magische Welt aus Eis und Schnee, die mich durch ihre blassen und kühlen Charaktere, zunehmend enttäuschte. Es sind einige fantastische und magische Ideen vorhanden, deren Potenzial, bei der Umsetzung leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Aufgrund dessen, bin ich mir am Ende nicht sicher, ob ich den zweiten Band  lesen werde.


|Danielle Paige | Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis | Thienemann Verlag | erschienen am: 19.09.2017 | 400 Seiten |gebundene Ausgabe: 17,99€ / eBook: 14,99€ |ISBN-13: 978-3522202374|Amazon* |


 

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Bewertung:

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Ich bedanke mich recht Herzlich bei der NetzwerkagenturBookmark, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

 

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