Rezension: Superior – Das dunkle Licht der Gaben von Anne – Marie Jungwirth

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Dystopien. Doch im Rahmen der Drachenmond – Lesechallenge haben wir zu der Thematik „Zukunft und Zeitreisen“, dieses Buch gemeinsam gelesen. Allein schon das wunderschöne Cover machte mich durchaus neugierig und ich war sehr gespannt, was mich erwartet. Hierbei wurde ich positiv überrascht.

Ein privilegiertes Leben und schier unbegrenzte Möglichkeiten – das bietet die Superior Human Society ihren Mitgliedern. Zumindest denen, die es wert sind … 
„Du bist eine Superia, aber deine Gaben sind minderwertig.“ 
Unzählige Male hat die 20-jährige Amelia diesen Satz schon gehört. Und jedes Mal war sie froh darüber. 
Sie wollte nicht dazugehören. 
Sie wollte nicht die Pflichten. 
Sie wollte nicht, dass man ihr vorschrieb, mit wem sie sich paaren sollte. 
Doch was Amelia will, ist für eine Andere bestimmt. Und was man von ihr will, ist schlimmer als eine Zwangsheirat.

Die Autorin Anne – Marie Jungwirth entführt mit „Superior – Das dunkle Licht der Gaben“, in die Welt der Superior Human Society – abgekürzt SHS. Diese Gesellschaft ist besonderen Menschen, mit übernatürlichen Gaben (Scoring) vorbehalten. Die Superiors, führen ein unbeschwertes, privilegiertes, beinahe perfektes Leben. Unter ihnen lebt die 20 – jährige Amelia, die ein minderwertiges Scoring aufweist und als Superia keinen kennzeichnenden Wert für die gehobene Gesellschaft darstellt. Selbst dieser Aspekt bringt Amelia nicht aus dem Gleichgewicht, denn sie wollte nie dazugehören und sich den zweifelhaften Regeln der SHS unterwerfen. Doch ihr gutaussehender und behandelnder Arzt Nathan, geht ihr nach einer Routineuntersuchung nicht mehr aus dem Kopf. Er ist für Amelia unerreichbar, denn Nathan besitzt einen überdurchschnittlichen Score. Weiterhin braut sich hinter dem Schein dieser Gesellschaft etwas zusammen, was schlimmer als eine Zwangsheirat ist und Amelia in höchste Gefahr bringt.

Von Anfang an, überzeugte mich nicht nur der wunderbar flüssige Schreibstil der Autorin. Anne – Marie Jungwirth gelingt es ausgezeichnet, den Leser durch realistisch, authentisch dargestellte Ereignisse und Wendungen, an die Geschichte zu fesseln, ihn eintauchen und mitfühlen zu lassen.

Zunächst lernen wir in das Leben der jungen Amelia kennen, welches durch Partys, Alkohol und exzessive Lebensweisen bestimmt wird. Sie verkörpert genau das, was die SHS, mit strengen Regeln und Verpflichtungen, vermeiden möchte. Obwohl sie gelegentlich unbeherrscht, oftmals impulsiv und unüberlegt, mit einer Portion Sarkasmus agiert, hat sie sich ein Platz in meinem Herzen sichern können. Sie stellt in diesem Buch definitiv keine Heldin dar und gerade dieser Aspekt überzeugte mich zunehmend von der Protagonistin.

Nathan hingegen stellte für mich zunächst, einen undurchdringlichen Charakter dar. Er besitzt ein hohes Scoring und zeichnet sich durch seine Cleverness aus, welche mir in einigen Situationen fehlte. Er wirkt unbeholfen und zieht sich schnell zurück. Erst mit der Darstellung seiner Gedanken beziehungsweise Perspektive, wurde er für mich greifbarer und verständlicher. Vor allem Sky, vollzieht im Verlauf der Handlung eine unsagbare Wandlung. Er scheint zu Beginn sehr labil, beinahe irr. Doch dieser intelligente junge Mann, zeichnet sich schnell durch einen starken Charakter aus. Er steht offen und ehrlich zu seiner Meinung und verfolgt konsequent seine hoch gesteckten Ziele. In der Fortsetzung erhoffe ich mir dennoch etwas mehr über diesen Charakter zu erfahren und wünschte mir für ihn eine tragende Rolle, denn in ihm scheint mehr zu stecken, als man bereits erahnt.

Wir begegnen in diesem Buch vielen weiteren Charakteren, die durch unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen, dieser Geschichte einen authentischen Ausdruck verleihen. Durch den Wechsel der Sichtweisen, wird der Leser zunehmend mit Spannung beladen. Themen wie Intrigen, Vertrauen und Misstrauen, aber auch Emotionen, hinterlassen den Leser oftmals rätselnd zurück. Sofern man sich zu einem Charakter eine Meinung bildete, wurde diese im nächsten Moment durch ungeahnte Ereignisse, umgestoßen. Der Leser gerät in einen magisch anziehenden Bann des Buches, wobei es mir unsagbar schwer viel, es auch nur kurzzeitig mal aus der Hand zu legen.

Fazit:

Anne – Marie Jungwirth hat mit „Superior“ ein facettenreiches und beeindruckendes Werk geschaffen, was von reichlich Fantasie der Autorin zeugt. Ich bin wahrlich mehr als beeindruckt, wie es ihr gelungen ist, eine solch spannende Handlung, mit seinen unzähligen Charakteren aufs Papier zu zaubern. Ich kann es folglich nun kaum mehr erwarten, den zweiten Band zu lesen und mich erneut in der Welt von Superior, mit all seinen Facetten fallen zu lassen.


| Anne – Marie Jungwirth | SUPERIOR – Das dunkle Licht der Gaben | Drachenmond Verlag | erschienen am: 08.07.2017 | 344 Seiten | TB: 14,90€ / eBook: 4,99€ |ISBN-13: 978-3959912112| Amazon* |


 

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Bewertung:

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