Blogtour „Glasseelen von Tanja Meurer – Tag 4 / DER SANDMANN


Liebe Leser,

herzlich Willkommen zum 4. Tag der Blogtour: „Glasseelen“ von Tanja Meurer. Gestern habt ihr bei Susann bereits einiges über die Autorin und das Buch erfahren können. Im heutigen Beitrag stelle euch ich euch den SANDMANN etwas näher vor. Ich wünsche euch gute Unterhaltung und wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, kann sich durch die Beantwortung der Tagesfrage mit mindestens zwei Sätzen ( ganz unten im Beitrag ), ein weiteres Los sichern.


– Der Sandmann –

 

Als Grundidee dieses Mystery – Thrillers, verankert die Autorin Tanja Meurer, den Schauerroman „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffman, der erstmals 1816 veröffentlicht wurde. Dieser erschien damals ohne eine bestimmte Autorenangabe in Berlin, als erste Erzählung in dem Zyklus der Nachtstücke.

Hierbei erzählt der junge Student Nathanael, seinem Freund Lothar in einem Brief, er habe in der Gestalt des Wetterglashändlers, den Advokaten Coppelius wiedergetroffen. Dieser führte bereits in Nathanaels Kindheit, mit dessen Vater alchimistische Experimente durch, wobei der Vater letztendlich einen grauenvollen Tod fand. Nathanael assoziiert sein Kindheitstrauma auf Coppelius, weshalb er in ihm die schreckliche Gestalt des Sandmanns zu erkennen glaubt, eines Monsters, das Kindern die Augen ausreißt.

„>>Ei Mama! wer ist denn der böse Sandmann, der uns immer von Papa forttreibt? – wie sieht er denn aus? << >> Es gibt keinen Sandmann, mein liebes Kind<<, erwiderte die Mutter; >>wenn ich sage, der Sandmann kommt, so will das nur heißen, ihr seid schläfrig und könnt die Augen nicht offen behalten, als hätte man euch Sand hineingestreut.<<“ ( S. 276 )

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(Bildquelle: Pinterest)

“ >>Ei Thanelchen<<, erwiderte diese, >>weißt du das noch nicht? Das ist ein böser Mann, der kommt zu den Kindern, wenn sie nicht zu Bett gehen wollen und wirft ihnen Händevoll Sand in die Augen, dass sie blutig zum Kopf herausspringen, die wirft er dann in den Sack und trägt sie in den Halbmond zur Atzung für seine Kinderchen; die sitzen dort im Nest und haben krumme Schnäbel, wie Eulen, damit picken sie der unartigen Menschenkindlein Augen auf.<< ( S. 276 )

Vor Camillas und Theresas Augen, stürzt sich ein Mann vom Dach des Pergamonmuseums zu Tode. Seine Augen lösen sich zu Staub auf und aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel, sowie ein antikes Fernrohr. Nachdem auch Theresa spurlos verschwindet, versucht Camilla auf eigene Faust, ihre Freundin zu finden. Schließlich  gelangen unheimliche Parallelen zwischen dem vermeintlichen Selbstmörder und den Opfern eines Serienkillers, der in Berlin sein Unwesen treibt: herausgeschnittene Augen, in Camilla´s Gedächtnis. Mit dem Hinweis auf den Namen „Sandmann“, macht sie sich dem Geheimnis auf die Spur und findet sich recht bald in Berlins Unterwelt wieder.

Hier stößt sie nicht nur auf rätselhafte Menschen, sondern entdeckt bei ihrer Suche, eine uralte Bibliothek in den düsteren Tunneln, unterhalb Berlins. Beim Durchstöbern des Raumes und einiger Bücher, fällt Camillas Blick auf eine Zeichnung, bei der sich ihr die Nackenhaare aufstellen.

„Das Bild eines offenen Frauentorsos, in dem ein feines Räderwerk dargestellt wurde, dominierte ihr Sichtfeld.“ ( S. 30 )

Und plötzlich wird ihr auch der unterschwellige Leichengeruch bewusst. Ihre Instinkte schlagen Alarm, denn sie weiß, sie befindet sich im Labor des „Sandmanns“! Camilla versucht zu fliehen, denn dieses unheimliche Geschöpf greift sie unvorhergesehen an und verhält sich wie eine außer Kontrolle geratene Maschine, mit übermenschlichen Kräften.

Kann es wirklich sein, dass diese Kreatur nach Jahrhunderten noch immer in der Unterwelt Berlins, sein Unwesen treibt? Camilla ruft sich die originale Geschichte des Sandmanns immer wieder ins Gedächtnis, um des Rätsels Lösung zu finden. Wer oder was, treibt den Sandmann, in der heutigen Zeit weiterhin an, bestialische Morde zu begehen? Existiert er wirklich, oder ist es nur ein Schauermärchen?

Die Lösung, sowie die Beantwortung der aufgeworfenen Fragen, verstecken sich natürlich im Buch. Ich hoffe, Eure Neugierde auf das Buch und vor allem, den Sandmann, geweckt zu haben. Damit auch Ihr euch vor ihm schützen könnt, habe ich noch einige Erkennungsmerkmale zusammengestellt.

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( Bildquelle Pinterest )

Erkennungsmerkmale des Sandmanns:

  • leichenblasse Haut
  • schmales, hageres Gesicht
  • breiter, lippenloser Mund, der fingerlange Zähne entblößt
  • lange, schmale Nase, die bis zum Unterkiefer reicht
  • tief liegende schwarze Augen
  • dünnes langes Spinnwebenhaar
  • breite, fast gewaltige Schultern
  • über zwei Meter groß
  • Klauenhände

 


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Taschenbuch: 424 Seiten

Verlag: Edition Roter Drache (18.09. 2017)

Taschenbuch: 16,95€

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3946425313

ISBN-13: 978-3946425311

 

Klappentext:

Vor Camilla und Theresa stürzt sich ein Mann vom Dach des Pergamonmuseums zu Tode. Seine Augen lösen sich in Staub auf, und aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel sowie ein antikes Fernrohr. War es Selbstmord?

Theresa schwört, dass sie kurz zuvor auf dem Dach einen ungeheuren, missgestalteten Mann wahrgenommen hatte, der den vermeintlichen Selbstmörder gestoßen hat. Dabei gibt es eine unheimliche Parallele zwischen dem vermeintlichen Selbstmörder und den Opfern eines Serienkillers, der in Berlin sein Unwesen treibt: herausgeschnittene Augen.

Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier, und wenig später verschwindet Theresa spurlos. Ist sie geflohen, weil sie sich von Andreas Grimm, dem ermittelnden Oberkommissar, bedrängt fühlte, oder wurde sie Opfer des Serienmörders? Camilla versucht, ihre Freundin auf eigene Faust zu finden und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Mit dem Namen „Sandmann“ bekommt sie einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Von Panik getrieben, gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt dort auf rätselhafte Menschen.

Tief unter der Stadt wird währendessen wieder die ausgeweidete, augenlose Leiche einer Frau entdeckt – Theresa.

 

Bei Lovelybooks kann man sich auch noch bis einschließlich 26. November für die Leserunde bewerben.


Gewinnspiel

Ihr habt nun die Möglichkeit am Gewinnspiel teilzunehmen, indem ihr die unten stehende Tagesfrage mit mindestens einem Satz, in den Kommentaren beantwortet, um euch ein Los zu sichern.

1. Preis: Glasseelen, Seelenlosen und Schweiß und Blut

2. Preis: Glasseelen und Seelenlosen

3. Preis: Glasseelen

Für jede beantwortete Frage auf dieser Tour, könnt ihr euch ein Los sichern und somit insgesamt 5 Lose sammeln, um die Gewinnchancen erhöhen.

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Tourplan

20.11. Glasseelen

Manja von www.manjasbuchregal.de

21.11. Wie erkennt man einen Serienkiller?

Claudia von www.claudis-gedankenwelt.de

22.11. Interview mit Tanja Meurer

Susann von www.sunnyslesewelt.blogspot.de

23.11. Der Sandmann

Nadine von www.nadinesbuntebuecherwelt.com

24.11. Berlin als Buchkulisse

Meike von www.vampyswahn.blogspot.de

Bewerbung bis einschließlich 26.11.2017 möglich

27.11. Gewinnerbekanntgabe bei Netzwerkagentur Bookmark


Tagesfrage:

Was meint Ihr? Steckt wirklich der Sandmann hinter der schaurigen Mordserie, in Mitten Berlins? 

 

Teilnahmebedingungen:

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Hier gelangt ihr zum Tourplan (einfach aufs Bild klicken)

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6 Kommentare zu „Blogtour „Glasseelen von Tanja Meurer – Tag 4 / DER SANDMANN

  1. Huhu,
    danke für den interessanten Beitrag, welcher mich die Nacht sicher nicht schlafen lässt 😂
    Ich glaube nicht, dass es der Sandmann an sich ist. Aber vielleicht ähnelt er ihm im Aussehen oder Handlung. Vielleicht hält er sich auch selbst dafür. Oder es ist alles ganz anders 🙂

    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  2. Guten morgen,
    es gab in den 30er Jahren mal wirklich einen Serienmörder, der ca. 12 Jungs getötet hat. Und weil der Uhrenmacher „Onkel TicTac“ die Jungs so aussehen lies, als würden sie schlafen, wurde er auch der Sandmann genannt.
    Allerdings war dieser nicht in Berlin, sondern ein Reisender, der in Norddeutschland von Ort zu Ort reise.
    Ich denke, hier will einer die Mär vom Sandmann aufrecht erhalten und tötet deswegen in der Art.
    Liebe Grüße
    Anja vom kleinen Bücherzimmer

    Gefällt 1 Person

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