Rezension: Wyvern – Das Streben des Jägers von Veronika Serwotka

Das Buch „Wyvern – Das Streben des Jägers“ von Veronika Serwotka, hat mich durch sein Cover direkt angesprochen. Es punktet nicht nur mit seiner äußerlichen Gestaltung, sondern ist inhaltlich für mich, etwas ganz Besonderes.

Mit dem unehrenhaften Tod seines Vaters durch einen Wyvern, verschreibt Tarik sein Leben nur einem einzigen Ziel – den Namen seines Vaters reinzuwaschen. Er strebt danach, sich und seinen jüngeren Bruder Quirin aus dem Armenviertel Canthars herauszubringen, indem er zielstrebig Jäger werden möchte. Obwohl er zu den besten Schülern der Akademie gehört, verweigert ihm die Kommission, die Zulassung zur letzten Prüfung. Die Lehrerschaft und vor allem sein Mentor Khaled setzen sich für ihn ein, doch gleichzeitig verstößt Quirin gegen eines der strengsten Gesetze der Stadt. Er versteckt das Ei eines Wyvern, bi die geflügelte Echse schlüpft.

„Sie verlieren in ihrer Wut die Vernunft, wenn sie das hier sehen. Du musst nur schlau genug sein und dich nicht selbst von deinen Gefühlen beherrschen zu lassen. (Pos. 2365)“

Der Einstieg in das Buch gestaltete sich für mich etwas holprig. Die Regeln der Jagd auf die Wyvern, mit denen das Buch beginnt, Fremdwörtern sowie fremdartige Namen musste ich zunächst verinnerlichen, ehe ich mich komplett auf diese fantastische Welt einlassen konnte.

Gerade die Bekämpfung der Wyvern geht oftmals mit Spannung und blutigen Szenen einher, im Gegensatz dazu, steht die liebevolle Beziehung zwischen Fajeth, der Tochter des Bürgermeisters und Tarik. Die Handlung bildet ein wundervolles Gleichgewicht an emotionalen Momenten und Grausamkeiten sowie Brutalität.

Alle Charaktere sind etwas Besonderes, sie sind authentisch gezeichnet und besitzen individuelle Eigenschaften, durch die sich der Leser ein umfangreiches Bild machen kann. Mir gelang es sehr gut, mich in die Figuren hineinzuversetzen und durchlebte mit ihnen zahlreiche Emotionen. Verzweiflung, Angst, Wut, Trauer, Hoffnung, Liebe und Stärke sind nur einige der empfundenen Gefühle, die mich beim Lesen überkamen.

Vor allem Tarik ist mir durch seine Willensstärke und Opferbereitschaft, besonders ans Herz gewachsen. Bei Quirin hingegen war ich oftmals durch seine aufbrausende, kindliche, beinahe bockige Art ziemlich abgeschreckt. Zum Ende hin beweist er wahre Größe und überraschte mich zunehmend. Fajeth und auch Khaled unterstützen die Brüder wo sie nur können. Beide haben eine sehr ruhige und ausgeglichene Art an sich, die sich für Tarik in manchen Situationen sehr hilfreich erweist.

Veronika Serwotka hat eine fantastische Welt erschaffen, in der wir das Leben in Canthar bildlich und facettenreich kennlernen. Sehr beeindruckend empfand ich die beschriebenen Bedingungen, unter denen die Wyvern gehalten werden. Die Autorin blickt mit dieser Thematik über den Tellerrand hinaus und vermittelt mit der Art der Tierhaltung, – quälerei, eine sehr wichtige Botschaft, die mich nachdenklich stimmte. Die verschiedenen Arten der Wyvern und deren Techniken während des Kampfes, faszinierten mich immer mehr, dass ich das Buch letztendlich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Das offene Ende des Buches, stellte für mich eine große Herausforderung dar. Die Autorin lässt hierbei ihre Leserschaft ein Wechselbad der Gefühle durchleben, die von Neugier, Spannung bis hin zur Fassungslosigkeit reichen. Ich möchte unbedingt erfahren, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und welchen Abenteuern die Charaktere sich noch stellen müssen.

Fazit

Die Autorin Veronika Serwotka hat mit „Wyvern – Das Streben des Jägers “ eine unglaublich faszinierendes Buch erschaffen, was mich durch seine Einzigartigkeit zutiefst beeindrucken konnte. Es wird sicherlich nicht den Geschmack eines jeden Lesers treffen, dennoch ist und bleibt es eine fantastische Reise in die Welt der Wyvern, die es sich zu lesen lohnt. Die Umsetzung und Ausgestaltung der Charaktere überzeugte, daher kann ich es nur weiterempfehlen.


Veronika Serwotka | Wyvern – Das Streben des Jägers | Verlag: Eisermann | erschienen am: 15.05.2017 | 320 Seiten | TB: 12,90€ / eBook: 3,99€ | Amazon* Verlag


 

wyvern

Bewertung:

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Ich bedanke mich recht Herzlich bei dem Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

 

Anmerkung: * Hinter dem verwendeten Verlinkungen stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.

 

5 Kommentare zu „Rezension: Wyvern – Das Streben des Jägers von Veronika Serwotka

  1. Hallo Nadine 🙂
    Ich habe Wyvern 1 und mittlerweile auch 2 gelesen. Wenn dir der erste so gut gefallen hat, hast du dann Lust auf ein Wanderbuch? Der Verlag stellt uns dafür ein Exemplar zur Verfügung. Wenn du Lust hast, dann melde dich doch bei mir – Lea Phelina 🙂

    Gefällt mir

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