Rezension: Requia – Heimkehr von Olivia Mae

Nachdem das einzigartige Cover mich schon seid einiger Zeit fasziniert hatte und die vielen positiven Lesermeinungen mich neugierig machten, hatte ich nun das große Glück, ein eBook, persönlich von der Autorin zu ergattern. Vielen lieben Dank dafür.

Inhalt

Die Welt wie Yana sie kannte ist nicht mehr. Alles hat sich verändert, das Blut in ihren Adern ist sprichwörtlich nicht mehr rot. Sie wird zur Requianerin, verliert den Status eines Erdbewohners und damit auch all ihre Wurzeln.
Gemeinsam mit ihrem Seelenband beginnt die aufregende Reise, in welcher sie nicht nur sich selbst retten muss, sondern auch einem ganzen Planeten die Treue schwört – Aurelis.
Aber kann das Unmögliche machbar gemacht werden? Die Feinde sind stärker als sie, älter als sie, magisch begabter als sie …
Sie hat nur einen Vorteil, und den spielt sie eiskalt aus:

Sie denkt wie ein Mensch, handelt wie ein Mensch – kämpft wie ein Mensch…

Meinung

Der Einstieg in diese einmalige und komplexe Welt, gestaltete sich zunächst etwas schwierig. Erzählt wird aus fünf verschieden Perspektiven, von Charakteren der unterschiedlichsten Planeten. Das Ausmaß dieser aufgezeigten Welten ist zunächst kaum greifbar und war für mich leicht verwirrend. Je weiter man in diese Geschichte vordringt, desto packender und fesselnder wirkt sie auf den Leser.

„Kein Licht ohne Schatten, kein Feuer ohne Wasser, keine Erde ohne Luft. Es ist das Gesetz des Lebens, des Seins, dass wir, die wir aus der Asche kommen, am Ende auch wieder zu Asche werden. Denn wo ein Anfang ist, da muss auch ein Ende sein.“ (S.28)

Hauptsächlich verfolgen wir das Leben der Requianer auf dem Zwillingsplanetensystem Aurelis und Moquor, welche vom Ozean umschlossen und mit fliegenden Inseln bestückt sind. Verschiedene Völker, die den Elementen zugeordnet sind, bevölkern die Ebenen dieser Welt. Wir begegnen zum Beispiel den Ruu – Element Feuer, den Ashai – Element Licht und vier weiteren Stämmen, wobei drei von ihnen, von Aurelis, verbannt wurden.

Durch die jeweilige Sichtweise eines jeden Kapitels, sowie deren Wechsel, wird der Leser zunehmend mit Spannung beladen. Es war für mich eine Herausforderung, den aktuellen Charakter loszulassen um in einen neuen Erzählstrang einzutauchen. Wiederum erfüllte mich die Schilderung des nächsten Protagonisten mit Neugierde.

Die Wechsel der Erzählstränge bereiteten mir keine weiteren Probleme, zurück in die jeweilige Handlung zu finden.

„Doch es gibt kein Licht ohne Schatten, kein Leben ohne Tod, kein Hell ohne Dunkel, keine Freude ohne Not. Es gibt kein Gut ohne Böse, kein Leise ohne Laut. Dieser Planet wird sterben, da ihr ihm das Leben raubt.“ (S. 56)

Alle Charaktere sind etwas Besonderes, sie sind authentisch gezeichnet und besitzen individuelle Eigenschaften, durch die sich der Leser ein umfangreiches Bild machen kann. Mir gelang es ausgezeichnet, mich in die Figuren hineinzuversetzen und durchlebte mit ihnen zahlreiche Emotionen. Verzweiflung, Angst, Wut, Trauer, Hoffnung, Liebe und Stärke sind nur einige der empfundenen Gefühle, die mich beim Lesen überkamen. Obwohl mir so manches Mal nicht sofort bewusst war, wer friedlich oder feindlich gesinnt ist, wurde hier ein wundervolles Gleichgewicht zwischen emotionalen Momenten und Grausamkeiten sowie Brutalität, geschaffen.

Ich kann nicht behaupten, dass mir ein spezieller Charakter, besonders nah am Herzen liegt. Sei es Madras, Korand, Yana, Ash oder Quar, ein jeder von ihnen hat in diesem Buch seine Bürde zu tragen und entwickelt sich durch einschneidende Erlebnisse, individuell weiter. Alle beweisen Mut und Stärke, so dass mich deren weitere Entwicklung, in der nächsten Episode sehr neugierig zurücklässt.

Die Kombination aus der modernen und beinahe altertümlichen Zeitepoche, gefiel mir besonders gut. Unterschwellig sorgte diese Kombination für eine düstere und spannungsgeladene Atmosphäre, die diese Geschichte hervorragend abrundet.

„Wenn das Herz spricht, spricht es nur einmal. Und das dafür so laut und deutlich, dass du es nicht überhören kannst noch wirst. Und wenn es gesprochen hat, ist nichts mehr wie es war.“ (S.58)

Zusammengeführte Erkenntnisse hinterlassen ein doch relativ offenes Ende, welches vermuten lässt, dass hier noch etwas Größeres und Intensiveres lauert.

Sehr informativ und hilfreich sind die Hintergrundinformationen am Beginn und Ende des Buches. Es werden hierbei die verschieden Völker und Charaktere näher erläutert, so dass man gelegentlich nachsehen kann, wer wo einzuordnen ist. Die Altersbeschränkung (18 Jahre ) empfinde ich aufgrund der Entwicklung mancher Passagen, als gerechtfertigt.

Fazit:

Olivia Mae hat mit „Requia – Heimkehr“ ein facettenreiches und beeindruckendes Werk geschaffen, was von unsagbarer Fantasie der Autorin zeugt. Ich bin wahrlich mehr als beeindruckt, wie es ihr gelungen ist, eine solch komplexe Handlung, mit seinen unzähligen Charakteren und Welten aufs Papier zu zaubern. Ich kann es folglich nun kaum mehr erwarten, den zweiten Band zu lesen und mich erneut in der Welt von Requia, mit all seinen Facetten fallen zu lassen.

 

Titel: Requia – Heimkehr513F42Ny1zL

Seiten: 321

Preis: TB + HC sind online unter Requia Online erhältlich

Kindle = 4,99 €

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