Rezension: Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln

Traust du dich, einen Blick hinter den Spiegel zu werfen?

Entdecke eine Welt, in der die Feen zum Klang furchtbeladener Harfen tanzen und Geheimnisse wohl verborgen hinter Brombeerhecken schlummern.

Folge den Spuren derer, die du zu kennen glaubst. Doch gib acht – im Märchenreich ist nichts so, wie du es erwartest…

 

Die märchenhafte Anthologie „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ besticht durch sein wunderschönes Cover.

Es beinhaltet 18 märchenhafte Erzählungen von namentlich bekannten, aber mir auch unbekannten Autoren. Zu Beginn einer jeden Geschichte, werden die jeweiligen Autoren biographisch kurz vorgestellt. Diesen informativen Überblick empfand ich als sehr angenehm und originell. Die Illustrationen, sowie die Gestaltung der Seiten sind ein echter Augenschmaus.

Der Einstieg in das Buch gelang mir recht zügig, da als Beginn die Erzählung „Die Kinderfresserin“ von Julia Adrian ausgewählt wurde. Vor nicht allzu langer Zeit, habe ich bereits die „Dreizehnte Fee“ gelesen und kam dadurch wieder sehr gut in die Geschichte rein, die aus der Perspektive der Kinderfresserin wiedergegeben wird, was für mich echt spannend war.

Doch die nächsten Geschichten empfand ich oftmals sehr als kryptisch geschildert, düster und bedrückend, so dass ich kurzzeitig überlegt habe das Buch abzubrechen. Diese dunkle Atmosphäre bedrückte mich zunehmends, was ein entspanntes Lesen beinahe unmöglich machte. Mein Ehrgeiz und meine Neugierde trieben mich jedoch weiter voran und ich bin nun echt froh, doch weitergelesen zu haben.

Nicht alle der nachfolgenden Erzählungen trafen genau meinen Geschmack, doch sie konnten durch ihre Magie, ihren Zauber, die Wärme, die Liebe und Einfühlungsvermögen überzeugen und haben mir das Herz erwärmt. Ich habe mir für diese Rezension drei Geschichten ausgewählt, auf die ich etwas näher eingehen möchte. Das bedeutet aber nicht, das es andere Erzählungen nicht auch verdient hätten, erwähnt zu werden.

„Der Schuh der Dorade“ von T. Kingfisher, hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich um eine Adaption von Aschenputtel, in der Hannah die Rolle des Aschenputtels übernimmt. Der Charakter Hannah gefiel mir durch die ausgefallene und frische Darstellung sehr gut.

„Das Wappen“ von Diana Menschig, regte zum Nachdenken an und ging mir echt unter die Haut.

Zwei sich bekriegende Völker, eine starke Liebe, im Kampf für den Frieden.

„Eylen drückte heimlich Amuntidas Hand und wandte sich an seine Mutter: >>Wir sind stark, aber nicht stärker. Dieser Krieg kann nicht enden, bevor nicht beide Völker besiegt sind. Wenn niemand außer uns sich Frieden wünscht, dann soll es so sein!<<“ (S.208)

Das Rosenkind“ von Fabienne Siegmund erinnert in einigen Zügen an Dornröschen. Doch in dieser Geschichte muss sich die Königstochter dem ausgesprochenen Fluch, der einst über ihre Mutter gesprochen wurde, beugen. Auch hier gelingt es der Autorin, mit ihrem bezaubernden Schreibstil unter die Haut zu gehen und das Leserherz zu erwärmen.

Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den beginnenden bedrückenden und düsteren Geschichten, bin ich schlussendlich doch überzeugt, dass für jeden Geschmack, unterhaltsame Erzählungen enthalten sind.

 

 

Titel: Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln61Q+VSY-QVL._SX350_BO1,204,203,200_

Verlag: Drachenmond Verlag

Seiten: 400

Preis: TB= 14,90€

Kindle = 4,99 €

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