Rezension: Post Mortem – Tage des Zorns von Mark Roderick

512bKE4lY-L._SX317_BO1,204,203,200_Autor: Mark Roderick

Titel: Post Mortem – Tage des Zorns

Verlag: Fischer Verlag

Seiten: 512

Preis: Taschenbuch = 12,00 €

Kindle Edition = 9,99 €

Bewertung: blume1mq1hblume1mq1hblume1mq1h

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Bei dem Buch „Post Mortem – Tage des Zorns“ von Mark Roderick, handelt es sich bereits um den dritten Teil dieser Reihe.

Inhalt:

Becky, die Tochter von Interpol Agentin Emilia Ness wird entführt. Sie befindet sich in der Gewalt eines Psychopaten, der ein perfides Spiel mit Emilia spielt. Profikiller Avram Kuyper, jagt indessen einen alten Rivalen. Viel zu spät wird Avram bewusst, das er der Gejagte ist. Emilia und Avram bleibt nur eine Chance, sie müssen zusammenarbeiten, wenn sie überleben wollen.

„ Schau in den Abgrund und fleh um deinen Tod.“….

Meinung:

Es ist als würde man alte Bekannte wiedersehen und mit ihnen einen Plausch halten. So fühlte ich mich beim Einstieg in das Buch. Dieser war im Gegensatz zu seinen Vorgänger etwas holprig, doch zur Mitte hin fand der Autor zu seinem gewohnten Schreibstil zurück und das Buch nahm Fahrt auf.
Emilia bemerkt ziemlich spät, dass ihre Tochter entführt wurde. Ihre Reaktionen waren mir als Mutter nicht ganz so schlüssig. Somit konnte ich auch nicht nachvollziehen, warum sie sich so lange Zeit mit der Suche nach Becky ließ. Sie wirkt diesmal sehr unsicher und hinterlässt einen faden Eindruck.
Bei der Suche kreuzt sich ihr Weg mit Avram. Dieser erscheint mir etwas träge und müde, handelt unsicher und zweifelt zunehmend an seinem Job.
Mark Roderick bedient sich der Perspektivenwechsel zwischen Emilia und Avram, als Stilmittel. Der Leser kann sich ein genaues Bild von den Geschehnissen aus der jeweiligen Sicht machen. Avrams Vergangenheit nimmt eine Vielzahl von Seiten ein, somit taucht man als Leser noch besser in den Plot ein und es gelingt, Avrams Zweifel nachzuvollziehen und zu verstehen. Diese Hintergrundinformationen gefielen mir sehr gut.
Dennoch tauchen in diesem Band zunehmend Ungereimtheiten auf, die ich als sehr konstruiert und unrealistisch empfand. So zum Beispiel erging es mir bei der Szene in den Kellerräumen. Ein verlassenes Gebäude, indem Emilia und Avram sterben sollen und urplötzlich findet Avram einen liegengelassenen Meißel, der beiden aus der Patsche hilft…
Mikka, Emilias Partner wirkte ebenfalls etwas fehl am Platze. Die gewohnte Geborgenheit und Unterstützung durch ihn, blieben dieses Mal aus, da er entweder zu spät kam oder garnicht erst zum Schauplatz fand.
Ich habe den Eindruck, Mark Roderick möchte in diesem Teil zu viele Ideen verwirklichen und miteinander verweben, was ihm meiner Meinung nach, nur teilweise gelang.
Punkten konnte der Autor jedoch, mit der Darstellung des perfiden Spiels des Psychopaten. Diese kranken Gedanken und Spielchen jagten mir echt eine Gänsehaut über den Rücken.

Mark Roderick arbeitete nach seinem BWL – Studium als Personalentwickler sowie Projektmanager im Finanzbereich. 2008 wechselte er ins Controlling eines juristischen Fachverlags. Heut lebt er mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart.

Fazit:

Ein teils vorhersehbarer aber dennoch unterhaltsamer Thriller mit einer ungewohnt agierenden Emilia. Diese kleinen Schwächen lassen mich dieses Buch nur eingeschränkt weiterempfehlen.

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