Rezension – Das Geheimnis der Schneekirsche

Der Roman „ Das Geheimnis der Schneekirsche“ viel mir durch sein wunderschönes Cover ins Auge, auch der Klappentext sprach mich an und machte mich neugierig auf den Inhalt des Buches.

Inhalt

1914: Die junge Berliner Lehrerin Selma Wallenstein begibt sich auf die beschwerliche Reise ins ferne Tsingtau wo ihre Eltern leben. Ihr Vater arbeitet für das Reichsmarineamt, jedoch ist ihre Mutter erkrankt. Dort entdeckt Selma eine faszinierende neue Welt. Und völlig unverhofft trifft sie ihre verlorene Liebe Paul wieder. Doch ihr Glück währt nur von kurzer Dauer…

Wer füreinander bestimmt ist, den kann das Schicksal nicht trennen.

Meinung

Lisa Marcks hat mit ihrem historisch angehauchten Roman „Das Geheimnis der Schneekirsche“ eine sehr unterhaltsame Geschichte vorgelegt, welche mich unwahrscheinlich fesseln konnte.

Die junge Lehrerin Selma, ihre Schwester Adele und Tante Mireille begeben sich auf die Reise ins ferne Tsingtau, um der erkrankten Mutter zur Seite zu stehen. Nach der schweren Überfahrt, erkrankt auch Selma. Hierbei befasst sie sich mit der chinesischen Kultur und erlernt einige Heilkünste, die sie auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und Anwendung finden.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Selma erzählt, diese beruht auf einer wahren Begebenheit.

Selma ist mir von Anbeginn sehr sympathisch. Durch ihre Gutmütigkeit, Engagement sowie ihre Hilfsbereitschaft gegenüber den Menschen die sie umgeben, kann man sie nur ins Herz schließen. Sie besitzt einen selbstbewussten Charakter, der auch Ecken und Kanten aufweist, welche Selma sehr facettenreich darstellen.

Die Nebencharaktere gestalten sich jedoch sehr blass. Dennoch waren die Beschreibungen ausreichend, um sich von ihnen ein Bild machen zu können, so bildete ich mir auch zu ihnen eine Meinung.

Zum Beispiel war mir Selmas Schwester Adele von Anfang an sehr unzugänglich. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und scheint sehr egozentrisch und Selbstverliebt zu sein. Tante Mireille hingegen erheiterte mich im Verlauf der Geschichte. Sie lockerte die Szenen auf, indem sie sich in peinliche Situationen katapultierte, was auf ihren Alkoholkonsum schließen lässt.

Der Inhalt erstreckt sich über die beschwerliche Reise bis hin zu den Auswirkungen des Ersten Weltkrieges. Wer eine seichte Liebesgeschichte erwartet, wird jedoch mit einer Familiensaga, Intrigen, Freundschaften und Menschlichkeit konfrontiert, was den Roman sehr lebendig macht und diesen abrunden.

Die Beschreibung der malerischen Kulisse Chinas ist der Autorin durchaus gelungen. Ich hatte zeitweilig das Gefühl direkt am Schauplatz als stiller Beobachter zu verweilen. Ebenso anschaulich werden die Ausläufer des Krieges dargestellt. Mit Anfeindungen und Ignoranz muss sich die deutsch – französische Familie auseinander setzen.

Der Schreibstil ist sehr authentisch und flüssig zu lesen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, so zog es mich in den Bann.

Die Kapitelüberschriften beinhalten jeweils eine Pflanze, deren Duft und Eigenschaften vorgestellt werden. Ziemlich spät erstreckt sich der Zusammenhang zwischen den Überschriften und der Handlung.

Autorin

Lisa Marcks wurde als mittlere von drei Schwestern im Ruhrgebiet geboren. Sie katapultiert sich mit ihren Romanen gern an ihre Sehnsuchtsorte und in frühere Zeiten.

Inspiriert wurde die Autorin bei dem Roman „Das Geheimnis der Schneekirsche“ von ihren Urgroßeltern und Großeltern.

Fazit

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich komplett in Selmas Welt hineinversetzen und wurde überzeugend unterhalten.

Autor: Lisa Marcks9783442484805_Cover

Titel: Das Geheimnis der Schneekirsche

Verlag: Goldmann Verlag

Seiten: 416

Preis: Taschenbuch = 9,99 €

Kindle Edition = 8,99 €

Bewertung: blume1mq1hblume1mq1hblume1mq1hblume1mq1hblume1mq1h                                                              jetztbestellen

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Ich bedanke mich 🖤lich bei dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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