Rezension – Smoke von Dan Vyleta

Der Roman „Smoke“ von Dan Vyleta scheint die Meinungen der Leserschaft zu teilen. Welche Empfindungen ich bei diesem Buch habe, versuche ich in der folgenden Rezension zu erläutern.

Zunächst zog das geheimnisvolle Cover mein Interesse auf sich. Dieses düstere und faszinierende Bild inmitten von London, weckte meine Neugier.

Inhalt

Ende des 19. Jahrhunderts in England. Charlie und Thomas, Schüler eines Eliteinternats leben in einer Welt, in der jede Bosheit, Neid oder auch eine Lüge, sich als unkontrollierbarer Rauch dem Körper entweicht. Bei einem Ausflug nach London entdecken die beiden jedoch einen Mann, der nicht raucht und beginnen fortan die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um Ihr eigenes Leben fürchten..

Meinung

Inspiriert von Charles Dickens, entführt uns Dan Vyleta nach England, in eine Zeit in der Rauch für jeden schlechten und bösartigen Gedanken des Menschen steht.
In dieser düsteren Welt erscheint der Rauch in sämtlichen Farben und Formen, angefangen von hellem grau bis hin zu schwarzen öligem Ruß und entweicht dem Körper unkontrolliert. Die Menschen leben mit ihm, jedoch können sie ihn nicht beeinflussen.
Der Rauch steht hier für eine Gesellschaft, die nach Macht und Gier strebt, lügt, raubt und mordet. Ziel der oberen Gesellschaftsschicht des Landes, ist das Ausmerzen einer jeden Sünde.
Die befreundeten Internatsschüler Charlie und Thomas hinterfragen nach einem Schulausflug nach London das skurrile System des Rauchs und sind einem neuen Zeitalter auf der Spur.

Die dunkle und düstere Atmosphäre konnte mich zu Beginn voll und ganz in der Geschichte gefangen nehmen. Ich war positiv überrascht von dem schnörkellosen, wertungsfreien Schreibstil, der dieser Zeitepoche hervorragend angepasst ist.
Hierbei kann sich der Leser seine eigene Meinung über die Charaktere bilden und sich entscheiden, auf welcher Seite er stehen möchte.
Zunehmend folgten ab der Mitte des Buches einige Längen, die mich fast zum Abbruch brachten. Auch die Vielzahl der zu Wort kommenden Charaktere, sorgen durch nicht nachvollziehbare Handlungen, zunehmend für Verwirrung und ließen mich schlussendlich den Faden verlieren.
Nur meiner Neugierde ist es zu verdanken, dass ich mich bis zum Schluss durchgerungen habe.

Der Autor Dan Vyleta wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer in Gelsenkirchen geboren. Nach dem Abitur studierte er in England und Wien Geschichte und promovierte am  King´s College in Cambridge. Für seine Romane hat er bereits mehrere Literaturpreise erhalten. 

Fazit

Das Buch Smoke lässt mich zwiegespalten zurück.
Das aufgegriffene Thema Gesellschaftskritik ist in gewissen Ansätzen außerordentlich spannend und gelungen umgesetzt worden. Doch leider verliert man sich zunehmend in Wirrungen, was ich trotz des gelungenen Ansatzes, sehr schade finde.

9783570585689_Cover

Autor: Dan Vyleta

Titel: Smoke

Verlag: carl´s books

Seiten: 624

Preis: Broschiert = 16,99 €

Kindle Edition = 9,99 €

Bewertung: blume1mq1hblume1mq1hblume1mq1h

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Ich bedanke mich 🖤 bei dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ein Kommentar zu „Rezension – Smoke von Dan Vyleta

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