Rezension – Der grüne Palast

Inhalt

Wien, 1816: Gräfin Lazansky wird beauftragt, die junge Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien zu begleiten. Vor ihnen liegt eine aufregende und beschwerliche Reise, ans andere Ende der Welt. Die junge Gräfin ist wenig erfreut, dass auch Fürst von Metternich die Reise begleitet. Der kluge politische Kopf gilt am Hofe, als Schürzenjäger. Er war es auch, der die Hochzeit mit dem portugiesischen Thronfolger für Leopoldine eingefädelt hat. Was die Frauen jedoch nicht ahnen: Seine Beschreibungen des fernen Paradieses erweisen sich als große Täuschung.

Meinung

Auf den Debütroman von Peggy Homann bin ich durch das wunderschöne Cover gestoßen. Es spiegelt hervorragend die Kulisse Brasiliens wider und machte mich neugierig auf dessen Inhalt.

Wer hier eine seichte Liebesromanze erwartet, wird mit den Themen Liebe, Macht, Verrat, Intrigen, Trauer aber auch Freundschaften und Menschenrechte konfrontiert, welche den Roman sehr lebendig machen und diesen abrunden.

Die Autorin entführt den Leser ins 19. Jahrhundert. Kaiser Franz besitzt zu jener Zeit eine große Macht in Europa. Mit der Hochzeit von Dom Pedro und Erzherzogin Leopoldine soll die Monarchie gestärkt werden. Die Hochzeit, mit dem portugiesischen Thronfolger wird von Fürst von Metternich arrangiert. Eine beschwerliche Reise steht den Frauen bevor und das Schicksal entwickelt sich in eine Richtung, die die Frauen so nicht erwartet haben.

Nicht nur die historisch exotische Handlung des Buches ist in jedem Fall lesenswert, nein auch die Erzählweise, in ungewöhnlicher Briefform, überzeugt von Homann.

Nachdem der Einstieg überwunden und man sich an die Form gewöhnt hat, gelingt es sehr gut, sich in die Geschichte einzufinden und kann mit Leopoldine und der Gräfin mitfiebern. Beide Protagonisten übernehmen in der Geschichte den Hauptpart.

Der Sprachstil der Briefe ist dem frühen 19. Jahrhundert perfekt angepasst und wirkt sehr bildlich und authentisch. Gräfin Lazansky und Leopoldine spiegeln das Leben bei Hofe, einer äußerst zivilisierten, strukturierten Welt, sowie die Zustände Brasiliens in ungeschönter Form, wider.

Während Leopoldine anfangs sehr naiv und verunsichert, der Hochzeit mit Dom Pedro entgegenfiebert, erweist sich die Gräfin gegenüber ihres Zöglings, aufgrund ihrer Lebenserfahrung, als sehr intelligent und gewährt Leopoldine Halt und Sicherheit.

Fazit

Für mich ist dieser historische Roman eine echte Überraschung.

Nachdem der schwierige Einstieg, mit seiner außergewöhnlichen Form überwunden ist, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Peggy Homann hat hier ein Debüt vorgelegt, der mir aufgrund seiner Vielfalt noch lange in Erinnerung bleiben wird. Hierfür vergebe ich 4 Sterne und spreche meine Leseempfehlung aus.

Autor: Peggy Homannder grüne

Titel: Der grüne Palast

Verlag: List Verlag

Seiten: 384

Preis: Broschiert = 15 €

Bewertung: blume1mq1hblume1mq1hblume1mq1hblume1mq1h

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7 Kommentare zu „Rezension – Der grüne Palast

  1. Möchtest du etwa das meine Liste noch länger wird? 😀
    Historisch angehauchte Romane finde ich sehr interessant. Gut auch zu wissen, dass man am Anfang einfach mal durchatmen muss und es sich dann lohnt!
    Übrigens sind deine Bilder sehr cool. Das Faultier 😀 ❤
    Danke und liebe Grüße
    Nadine

    Gefällt mir

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