Rezension – Glücksmädchen

Inhalt

Die achtjährige Lycke verschwindet an einem verregneten, kalten Freitag spurlos. Niemand hat etwas gesehen oder gehört, mitten in Stockholm. Die Kriminalreporterin Ellen Tamm soll über den Fall berichten, doch dass reißt alte Wunden auf. Ellens Zwillingsschwester ist Jahre zuvor tödlich verunglückt, bis heut macht sich Ellen deswegen schwere Vorwürfe. Nun sucht sie Tag und Nacht nach Lycke, bis zur völligen Erschöpfung. Kann sie das Mädchen retten und endlich Frieden finden?

Meinung

Die Handlung beginnt mit dem Verschwinden der kleinen Lycke.
Mikaelea Bley bindet zunehmend die Perspektiven der verschiedenen Protagonisten mit ein. Vorrangig werden Ellens Ermittlungen und Erinnerungen widergespiegelt, aber auch die Sichtweisen von Chloé – Lyckes Stiefmutter, Mona – dem Kindermädchen und Harald – Vater von Lycke, kommen ans Tageslicht. Die Perspektiven wechseln recht häufig, erscheinen mir dadurch nur oberflächlich aufgeführt. Zunehmend wird deutlich, dass es Lycke nicht leicht hatte. Scheidungskrieg der Eltern, gegenseitige Beschuldigungen. Es fehlt Lycke an nichts Materiellem, aber der Liebe, Zuneigung und Zeit ihrer Eltern. Diese Darstellung ist der Autorin sehr gut gelungen. Als Leser kann man sich gut in Lycke hineinversetzen und verspürt Mitleid mit dem Mädchen. Um mich mit dem Charakter Lycke komplett zu vereinnahmen, hätte ich mir intensivere Rückblicke in ihr Leben gewünscht.
Die Kriminalreporterin Ellen hat in ihrer Kindheit ähnliche Erfahrungen sammeln müssen, denn sie verlor ihre Zwillingsschwester bei einem Unfall. Sie macht sich bis heut schwere Vorwürfe und versucht mit aller Macht, das Erlebte zu verdrängen, indem sie sich in die Suche nach Lycke stürzt. Auch bei der Darstellung dieses Charakters kratzte Bley nur oftmals an der Oberfläche. Mir blieben Ellens Gedankensprünge oft unergründlich. Dadurch wurden Wirrungen und falsche Fährten von der Autorin gelegt, die ich teilweise nicht nachvollziehen konnte.
Die Auflösung des Falles kam dann doch etwas überraschend.

Die Einblicke in Ellens Arbeit und der Versuch, alles aus Lyckes Fall heraus zu kitzeln und in den Medien zu verbreiten, empfand ich als spannend. Ebenfalls die Bedrohungen die Ellen betrafen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und gut zu lesen.
Dennoch rückten mir die vielen Nebenhandlungen und Wirrungen, die Haupthandlung zu weit in den Hintergrund.

Fazit

Das Buch hat mir ein paar unterhaltsame Lesestunden eingebracht, es ist emotional berührend und teilweise auch spannend. Nur gelang es der Autorin nicht, mich komplett zu überzeugen. Sie verlor die Haupthandlung, für meinen Geschmack, zu weit aus den Augen.

Bild 15.03.17 um 16.50

Autor: Mikaela Bley

Titel: Glücksmädchen

Verlag: ullstein

Seiten: 320

Preis: Broschiert = 12,99 €

Bewertung: blume1mq1hblume1mq1hblume1mq1h

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2 Kommentare zu „Rezension – Glücksmädchen

  1. Vielen riesen Dank für das Abo! Da werde ich doch auch direkt mal Leser! Mir gefällt dein Blog sehr, ich bin ebenfalls neu unter Bloggern und sehr gespannt, wie sich das Ganze entwickelt, und mit wie viel Elan ich an die Sache heran gehen werde…

    Liebe Grüße

    Lili das Bücherwürmchen

    Gefällt 1 Person

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